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Zahl der Drogentoten deutlich gestiegen

Die Zahl der Drogentoten ist im vergangenen Jahr um fast 10% gestiegen. Die häufigste Todesursache bleiben Überdosierungen. Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, möchte die Strukturen für Substitutionspatient*innen auch in der Corona-Krise aufrechterhalten.

Laut der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, sind im vergangenen Jahr 1.398 Menschen an den Folgen ihres Drogenkosums gestorben, woraus sich im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um fast 10% ergibt (2018: 1.276). Wie auch in den vergangenen Jahren starben die meisten Menschen aufgrund einer Überdosis, häufig von Heroin und Morphin. Auch die Kombination verschiedener Stoffe verlief häufig tödlich. Die neuen Zahlen zeigen, dass in den letzten fünf Jahren immer mehr Menschen an den Langzeitfolgen ihres Drogenkonsums gestorben sind. Wurden im Jahr 2014 119 entsprechende Todesfälle registriert, waren es im vergangenen Jahr 318. 

Ludwig: Es geht darum „Leben zu retten!“

Für Daniela Ludwig ist diese Entwicklung nicht hinnehmbar: „Wir sehen an den Zahlen klar, dass wir Leben nur dann retten können, wenn die Hilfsangebote vor Ort noch besser und vor allem lückenloser werden.“ Hierbei sei insbesondere eine flächendeckende Substitutionsversorgung „dringend“ erforderlich. Ludwig betonte zudem, dass Substitutionspatient*innen im Zuge der Corona-Krise besonderen Schutz benötigten. Die Versorgung der Menschen muss weiter sichergestellt werden, damit sich die Situation vieler nicht weiter verschlimmert. Erforderlich ist für Ludwig daher ein „Kraftakt von Bund, Ländern, Kommunen, Suchthilfe, Krankenkassen und Ärzten.“ Es gehe ganz konkret darum, „Leben zu retten!“

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Wolfgang Frindte, Daniel Geschke: Lehrbuch Kommunikationspsychologie. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2019. 504 Seiten. ISBN 978-3-7799-3862-0.
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